27
Jun

Wissen sie, was sie tun?

categories Comments, Politik    

Es ist schon einige Zeit her, dass mich eine politische Entscheidung 24 h lang unfähig zu einer vernünftigen Reaktion gemacht hat, wie der gemeinsam mit dem Krone Herausgeber “erarbeitete” Leserbrief (sic!)” des Bundeskanzlers und des – fast- schon – gleich – noch nicht – von Gremien bestätigten – neuen Parteivorsitzenden der SPÖ.
Normalerweise bin ich ja kein Freund allzu demagogischer Bemerkungen, wenn diese nicht höchstes Niveau haben. In diesem Fall kann ich ein Verständnis für manche sehr bösartige  Kommentare nicht verleugnen. Nicht einmal meine mehr oder weniger klammheimliche Freude daran.

Wenn z.B. Altbundeskanzler Franz Vranítzky im Standard Interview sich und andere frägt “Vielleicht brauchte es ja genau dafür die Doppelspitze, weil einem allein so ein kapitaler Fehlgriff nicht eingefallen wäre”.

Der sonst auch eher besonnene Vorarlberger EU Abgeordnete Herbert Bösch (SPÖ):

“Eine Partei ist dazu da, ihres Erachtens richtige Dinge den Menschen zu erklären. Wenn sie dazu nicht mehr in der Lage ist, dann muss sie sich auflösen. Das haben wir nicht vor. Ich erwarte, dass sich die beiden Herrschaften an der Spitze der Partei von dieser Vorgangsweise, die sie selber unnötigerweise gewählt haben, distanzieren.”

und

“Ich bin nicht der ‘Kronen Zeitung’ beigetreten, sondern der Sozialdemokratischen Partei Österreichs.” 

Hans Rauscher fragt sich in seinem morgigen Kommentar im Standard unter dem Titel: Womit hat Österreich das verdient?
“Die politische Szene wird großteils von Leuten beherrscht, die keine eigene Persönlichkeit, kein Konzept und keinen Gestaltungswillen haben und sich deswegen alles von Krone und Co vorschreiben lassen.

Manche scheinen zu ahnen welcher Tabubruch durch diese “schlecht inszenierte Politiker – Prostitution” ©  Der Standard” passiert (ist) und welch weitere politisch – kultuerelle Versumperung gerade passiert.
“Wie schon bei der Haider-Koalition im Jahr 2000 macht sich Österreich wieder zur negativen Avantgarde in Europa”
“Konsequenterweise sollte die SPÖ die Verfassung dahingehend ändern lassen, dass die Regierung künftig per Akklamation auf den Leserbriefseiten der Kronen Zeitung eingesetzt wird.

Unter dem Titel “Adieu, Genossen” schreibt Trautl Brandstaller ebenfalls im morgigen Standard:

Die SPÖ, schon länger auf dem Selbstzerstörungstrip, hat nun offenkundig beschlossen, sich selbst abzuschaffen. Das Duo Gusenbauer und Faymann demonstriert in nicht zu überbietender Peinlichkeit, wer in ihrer Partei wirklich das Sagen hat.

“Unter dem Noch-Kanzler Gusenbauer und dem designierten Parteivorsitzenden Faymann wird die SPÖ damit zum Vollzugsorgan einer Zeitung, die mit ihren Kampagnen wesentlich zum schlechten EU-Klima, zu Ressentiments und Vorurteilen gegen Ausländer, zu einer restriktiven Asylpolitik, insgesamt zu einer aufgeheizten rechtsnationalistischen Stimmung beiträgt.”

15
Jun

Manager

categories Gschichtln    

Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet einen Mann am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:
“Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht, wo ich bin.”

Der Mann am Boden antwortet:
“Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über dem Boden. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge.”

“Sie müssen Ingenieur sein”, sagt der Ballonfahrer.

“Bin ich”, antwortet dieser, “woher wussten sie das?”

“Nun,” sagt der Ballonfahrer,” alles was sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und ich weiß immer noch nicht, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.”

Der Ingenieur antwortet:
“Sie müssen im Management tätig sein.”

“Ja,” antwortet der Ballonfahrer, “aber woher wussten sie das?”

“Nun,” sagt der Ingenieur, “sie wissen weder wo sie sind, noch wohin sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin ich schuld!”

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15
Jun

Ausruhen, Erschöpfung

categories Gesundheit, Körper, Seele, Ganzheitsmedizin    

Heute ist mir wieder eingefallen, dass ich einige Wochen nach meinem Nierenversagen den vermeintlichen Scherz gemacht habe::

“Ich bin erschöpft und muss jetzt ausruhen und schlafen, und zwar ca 3 Jahre”
Damals glaubte ich noch an eine vorübergehende Krankheit (oder doch nicht wirklich?)
Die 3 Jahre sind jetzt knapp vorüber. Immer wieder Ausruhen und viel Schlaf wird mir auch in nächster Zeit gut tun. Faszinierend was man so spürt in manchen Situationen……..

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12
Jun

unfreiwilliger Humor by Finanzamt

categories zum Schmunzeln    

ich zitiere nur aus einem Bescheid des Finanzamtes der mich heute erreichte:

“BESCHEID ÜBER DIE ABWEISUNG EINES RÜCKZAHLUNGSANTRAGES

Ihr am 30.Mai. 2008 eingebrachter Antrag auf Rückzahlung eines Guthabens wird abgewiesen.

BEGRÜNDUNG:
Ihr Guthaben wurde bereits aufgrund eines früher gestellten Antrages rückgezahlt”

Einen Brief zu schicken wird in Betrieben mit ca 5 – 7 € Gesamtaufwand kalkuliert.

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5
Jun

Der weite Weg zu zweit

categories - Romane, Lesen    

Der weite Weg zu zweit: Szenen einer Liebe (Taschenbuch)
von John Updike (Autor), Maria Carlsson (Übersetzerin), Inge Friederich (Übersetzerin), Karin Polz (Übersetzerin)

Derweitewegzuzweit

# Taschenbuch: 231 Seiten
# Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 9 (Januar 1986)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3499157772
# ISBN-13: 978-3499157776
# Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,6 x 1,9 cm

Ich habe sie ganz nett gefunden die “Szenen einer Ehe” die dann doch eine Geschichte ergeben. Aber warum mensch den John Updike unbedingt lesen muss, hat sich mir bei diesem Buch nicht zwingend erschlossen. Aber eine Chance kriegt er diesbezüglich noch. Sein Roman “Ehepaare” liegt auch noch hier herum. Aber zuerst wird der Tiziano Terzani (Noch eine Runde auf dem Karussell) fertiggelesen und “Die Liebesblödigkeit” kommt auch noch vorher dran.

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3
Jun

Was vom Manne übrig blieb

categories - Gender, - Sachbuch, - politische Literatur, Lesen    

Walter Hollstein; Was vom Manne übrig blieb: Krise und Zukunft des starken Geschlechts

# Gebundene Ausgabe: 304 Seiten

# Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1 (April 2008)

# Sprache: Deutsch

# ISBN-10: 3351026595

# ISBN-13: 978-3351026592

# Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,4 x 2,8 cm

Lang such ich schon nach dem passenden Überbau…. ;-)

Für mich ist dieses neue Buch von Walter Hollstein der erste gelungene Versuch eine ernstzunehmende Theorie für eine neue Geschlechterdemokratie zu entwickeln. Ein gelungener Versuch den 3. Weg zwischen Machismus und einer ausschliesslich an den Bedürfnissen der Frauen und der feministischen Theorien zu finden. Mit einer guten historischen Erklärung der Entwicklung des Verhältnisses der Geschlechter und unmengen an zitierter Literatur.

Bisherige Theorien waren bisher:

Mir ist beim lesen klargeworden woher die Schwierigkeiten einer Umsetzung der Männeremanzipation kommen.

Ein Plädoyer für eine gemeinsamen Weg von Männern und Frauen für ein demokratisches, gleichberechtigtes Zusammenleben das an den Bedürfnissen beider Geschlechter orientiert ist.

Seit langem ein Buch dem ich viele LeserInnen und eine sehr breite gesellschaftliche Diskussion wünsche.

Bin sehr an Meinungen dazu interessiert.

Links:

http://www.maennerrat.de/walter-hollstein.htm

http://www.walter-hollstein.ch/

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Credits

Airborne by Björn Dietz, based upon Vertigo Blue (3Column) by Brian Gardner.

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