Medien – manfred schindler https://schindlers.at Gedanken - Tipps - Politik - Web 2.0 - Lesen - Gesundheit Fri, 17 Dec 2010 08:59:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Ein paar Gedanken zur Wikileaks Debatte https://schindlers.at/2010/12/16/ein-paar-gedanken-zur-wikileaks-debatte/ https://schindlers.at/2010/12/16/ein-paar-gedanken-zur-wikileaks-debatte/#respond Thu, 16 Dec 2010 19:05:59 +0000 http://schindlers.at/?p=1955 Weiterlesen →]]>

Ich finde, das Thema müsste viel umfassender diskutiert werden. Manchmal pragmatischer und weniger moralisch, dort wo es z.B. um Sachzwänge geht (natürlich gibt’s viel eher info leaks, wenn ich 50 Aktenordner auf einem Stick davontragen kann, und 200 000 Leute Zugang zu den „Geheimdokumenten“ haben), da müssen ganz einfach alle lernen, damit zu leben. Das Problem ist nur quantitativ und von einer Wahrscheinlichkeitsrechnung her betrachtet neu.

Alle reden über Wikileaks, aber liest eigentlich noch jemand die Dokumente, versucht sie nach Relevanz zu bewerten? Ausser die PraktikantInnen in den Ministerien, die sollen aber meist nicht drüber reden 😉

Inhaltlich ist eher die Medienpolitk im Allgemeinen zu diskutieren. Wir müssen ein System eintwickeln, wo Recherche, gut schreiben, vermitteln können, geistige Verbindungen/Verknüpfungen herstellen etc., gut bezahlt wird (durch Presseförderung seitens des Staates, von Stiftungen, der Zivilgesellschaft….) und auch Maßnahmen ergreifen, die zur Verbreitung von Informationen im Sinne politischer Bildung relevant sind……

Nicht die Masse an Informationen macht den Wert (die Masse kann auch Interesse ersticken), sondern die Relevanz und die Aufbereitung sowie das Herstellen von Verknüpfungen

to be continued……

update 17.12.2010:
Mit den Fragen was eigentlich hinter den Vorwürfen an Assange in Schweden steht befasst sich Andrea Sturm in ihrem Blog Sturmwarnung:
http://www.sturmwarnung.at/index.php/sturmblog/assange_die_schweden

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ORF Gesetz: Reden wir über den Bildungsauftrag? Wir machen die Konkurrenz kaputt https://schindlers.at/2010/06/17/orf-gesetz-reden-wir-uber-den-bildungsauftrag-wir-machen-die-konkurrenz-kaputt/ https://schindlers.at/2010/06/17/orf-gesetz-reden-wir-uber-den-bildungsauftrag-wir-machen-die-konkurrenz-kaputt/#respond Thu, 17 Jun 2010 15:41:50 +0000 http://schindlers.at/?p=1548 Weiterlesen →]]>

Die ORF Debatte magerlt mich schon einige Zeit. Vordergründig geht es bei der Reform des ORF Gesetzes um Beschränkung der Werbeeinnahmen und die geplante Einstellung der Futurezone, die den Verlust eines Mediums bringen würde, das im Bereich Computer und Neue Medien in Österreich Qualitätsstandards setzt. Nun gibt es in diesem Bereich auch andere Medien (vor allem die Tageszeitungen), aber in der Futurezone steckt schon viel Know-How und sie bietet unabhängige Berichterstattung. Im übrigen in Form einer guten Zusammenarbeit und gegenseitiger Ergänzung mit matrix von Ö1 (jeden Sonntag ab 22h30). Das erwähne ich auch deshalb, weil ein Argument in der Debatte ist, der ORF darf Online nur Informationen, die in Bezug zu einer Sendung stehen, publizieren.

In Zusammenhang mit der Futurezone empfehle ich:

Noch mehr als dieses „Special Interest Thema“ stört mich aber, dass ich den Eindruck habe, dass der Umgang mit diesem Thema doch symptomatisch für die ganze ORF Debatte bzw Auseinandersetzung über die Funktion öffentlich rechtlichen Rundfunks (die es leider in dieser Form und mit dieser Fragestellung nicht gibt) ist. Wobei die Debatte EU weit auch nicht besser läuft.

Leiden wir an zuviel Qualität?

Wenn man die Diskussionen um das neue ORF Gesetz verfolgt, dann muss man den Eindruck gewinnen, unser grösstes Problem besteht darin, dass wir an zuviel hochwertigem, gut recherchiertem (Hintergrund-) Journalismus fürchterlich leiden, den es gilt so rasch als möglich zu beseitigen. Und, dass sich der Verband der ZeitungsherausgeberInnen seinen ORF und sein ORF Gesetz wünschen darf.

In Matrix war vor einigen Wochen ein Beitrag, in dem über die Zukunft der Printprodukte –  sprich Zeitungen- im Zeitalter des Internet und Web 2.0 und blogging und so weiter nachgedacht wurde. Da wurden auch Modelle vorgestellt, in denen zb Recherchearbeit und Erarbeitung von Hintergrundinfos direkt remuneriert wurden. In einem vorgestellten Beispiel  durch eine Stiftung in den USA. Wobei auch klar ist, dass diese Finanzierung durchaus auch seitens der öffentlichen Hand erfolgen könnte.

In der breiten Debatte gehts zwar vordergründig um Vielfalt, aber ich habe immer den Eindruck im Sinne von Quantität und Auflage. Und jedenfalls privat, weil das ist ja bekanntlich immer besser. Dabei sollte, nachdem es mittlerweile ja einige Krawallzeitungen (copyright: Hans Rauscher) und eine unüberschaubare Menge an privaten Fernseh- und Rundfunksendern gibt, klar sein, dass hier die Quantität (weder Anzahl der Medien noch die Götter der Auflage und Einschaltquoten) keine besser informierte, gebildete und bewusste Menschen bringt (Stichwort: overnewsed und underinformed). Und zwar weder von „Heute“, Krone, Österreich noch von RTL 27.

Ein Nachdenken wie eine Medienwelt aussehen könnte, die einen Beitrag zu besser informierten, orientierten und bewusst handlungsfähigen Massen leistet, wird nicht einmal im Ansatz geführt. Dass da auch ein gebührenfinanzierter Rundfunk (dem man grad versucht die zukunftsträchtigen Themen und Märkte zu beschneiden) eine wichtige Funktion hat, sollte wohl unbestritten sein. Stattdessen gestaltet sich der Verband der ZeitungsherausgeberInnen seine Konkurrenz, indem er sie so weit als nur irgend möglich durch den Nationalrat beschneiden lässt.

Ergänzung:

Ein guter Artikel in der Zeit, auch mit Bezug zu den Entwickungen bei ARD und ZDF

Ergänzung 23.6.2010:

Und wer trauert um den ORF?

Reformziel Zu-Tode-Sparen?

http://derstandard.at/1276413783631/Kommentar-der-Anderen-Und-wer-trauert-um-den-ORF

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guten Content unterstützen https://schindlers.at/2010/05/31/guten-content-unterstutzen/ https://schindlers.at/2010/05/31/guten-content-unterstutzen/#respond Mon, 31 May 2010 13:33:09 +0000 http://schindlers.at/?p=1508 Weiterlesen →]]> Flattr Logo

Wie oft haben Sie sich schon gedacht, der Artikel gefällt mir, diese Arbeit würde ich auch unterstützen? In der Praxis war dies bisher nicht so einfach. Selbst wenn Donate Systeme via Micropayment angeboten wurden, wer macht das schon (einloggen, bezahlen….)

Eine gute Idee stellt in diesem Zusammenhang flattr (dzt Beta Stadium, Einladungen kann ich auf Wunsch versenden) dar. Ich zahle eine bestimmte Summe ein, die ich pro Monat als Unterstützung für Content der mir gefällt verwenden will. Am Monatsende teilt Flattr diese Summe auf die von mir jeweils mittels eines Klicks bedachten auf.

Ich selbst hab den Flattr Button auch bei allen Artikeln auf dieser Seite eingebaut. Nicht weil ich glaube, dass ich damit jetzt reich werde. Aber vielleicht liefert der eine andere Klick und damit die Zuwendung von ein paar Cent neben den Analyse Tools auch Hinweise was die LeserInnen meiner Seite für wertvoll empfinden.

Das nachstehende Video erklärt das Prinzip des Geburtstagskuchens.

Ich sehe das im übrigen auch in Zusammenhang mit der Debatte „Gratisjournalismus“, Zeitungssterben etc. Wie kann die Zukunft von Qualitätsjournalismus (Recherche, Gegencheck….) gesichert werden. Dazu gabs am vergangenen Samstag ein hörenswertes Diagonal „Das Ende der Zeitung?“

Für die Förderung von Qualitätsjournalismus wird flattr nicht reichen. Da helfen – wie in der Diagonal Sendung auch vorgeschlagen – eher Modelle von Stiftungen (oder auch Unterstützung der öffentlichen Hand) – die zb Recherche fördern.

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