Mobiltät – manfred schindler https://schindlers.at Gedanken - Tipps - Politik - Web 2.0 - Lesen - Gesundheit Thu, 04 Jul 2013 19:25:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Zurück zur Mobilität – Hermann Knoflacher https://schindlers.at/2013/07/04/zuruck-zur-mobilitat-hermann-knoflacher/ https://schindlers.at/2013/07/04/zuruck-zur-mobilitat-hermann-knoflacher/#respond Thu, 04 Jul 2013 19:11:54 +0000 http://schindlers.at/?p=3356 Weiterlesen →]]> Auch für jemanden wie mich, der sich viel mit der Mobiltätsthematik befasst hat, der Hermann Knoflacher auch oft gehört hat, ein spannendes Buch.

Von den berühmten Knoflacherischen Wuchteln bis hin zu sehr interessanten Ausfügen in andere Wissensgebiete. Mobilität sehr umfassend gesehen.

Ab hier spricht der Autor ;-):

Schon die Formulierung „Ich fahre mit dem Auto“ ist eine Verdrehung der Tatsachen. Denn tatsächlich fährt das Auto – durch eine mit Treibstoff angetriebene Maschine – mit mir, und zwar nicht einmal immer dorthin, wohin ich will, sondern dorthin, wo ich einen Abstellplatz für das Auto finde, den ich in der Regel obendrein bezahlen muss. Auch den Treibstoff für das Auto muss ich kaufen.

Presse Artikel des Autors, praktisch eine Kurzfassung des Buches:

Raus aus der Autofalle! « DiePresse.com.

Werden sie durch anfallende Gebühren dafür (fürs Auto fahren) bestraft, so fühlen sie sich ungerecht behandelt. Würde man Versuchstiere durch ein bauliches Umfeld zu einem Verhalten verleiten, dem sie sich nicht entziehen können, und sie dann dafür bestrafen, dann wäre eine Anzeige wegen Tierquälerei fällig.

Kinder sind ja wegen ihrer Unberechenbarkeit allgemeingefährlich, weshalb man sie in den Wohnungen und beim Spielen in Gitterkäfigen halten muss, damit die Autofahrer ungehindert herumtoben können.

Es gibt nur wenige Autofahrer, die über eine Autobahn fahren wollen, die es nicht mehr gibt

Gebundene Ausgabe: 111 Seiten
Verlag: Ueberreuter; Auflage: 1 (7. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3800075571
ISBN-13: 978-3800075577

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Ich kaufe mir ja auch keine Kuh, wenn ich ein Stück Käse essen will https://schindlers.at/2012/11/17/ich-kaufe-mir-ja-auch-keine-kuh-wenn-ich-ein-stuck-kase-essen-will/ https://schindlers.at/2012/11/17/ich-kaufe-mir-ja-auch-keine-kuh-wenn-ich-ein-stuck-kase-essen-will/#comments Sat, 17 Nov 2012 13:14:41 +0000 http://schindlers.at/?p=3043 Weiterlesen →]]> 20121117-133458.jpg

Jetzt hab ich mich auch für Car2Go angemeldet. Trotz inhaltlicher Bedenken.

Der Reihe nach: Ich weiß gar nicht mehr genau, seit wann ich kein eigenes Auto besitze und Carsharing nutze. Aber mehr als 25 (27, 28?) Jahre ist es schon her. Carsharing.at war damals noch nicht einmal Denzeldrive, sondern hieß „Auto teilen“ und war ein Projekt der Grünen, das seinen Anfang in Graz hatte.

Mit Carsharing war und bin ich auch sehr zufrieden, auch wenn ich es weit weniger nutze, wie des öfteren auch hier bereits berichtet. Ich habe mich an andere Formen der Fortbewegung gewöhnt, früher viel zu Fuß gehen, Radeln und Zug fahren, heute mehr das Liegerad und ab und an Taxi und Bahn. Aber ab und zu (3-4/Jahr) brauche auch ich ein Auto, bzw ist es dann die bequemere und/oder günstigere Variante der Fortbewegung. Carsharing trägt in der Praxis dazu bei, dass ich kein eigenes Auto brauche. Die Berechnungen, dass ein Carsharing Auto 7-8 Privatautos ersetzt, stimmen auf Basis meiner Erfahrungen – auch im weiteren Bekanntenkreis – jedenfalls. So soll es auch sein.

Und hier setzen meine Bedenken gegenüber der Car2go Euphorie ein. Das Projekt, das es in wenigen Monaten zu mehr Bekanntheit als die alten Carsharing Modelle geschafft hat, funktioniert ganz anders als das traditionelle Carsharing. Während beim alten Modell die Autos (ganz verschiedene Modelle, auch zb Transporter) einen fixen Standplatz haben (und auch dort wieder abgegeben werden müssen), nehme ich mir nach kurzfristiger Reservierung quasi im vorbeigehen den Smart, fahre an mein Ziel, im Regelfall innerhalb des Geschäftsgebietes, dh in Wien in den Innenbezirken und den inneren Teilen der meisten Außenbezirke. Innert dieses Gebietes lasse ich den kleinen Smart stehen, und der/die Nächste kann ihn sich sofort nehmen und weiterfahren.

Das ist alles wahnsinnig bequem. Ich hab nur die Befürchtung, dass genau das bequeme und – durch die gute Auslastung, wegen der einfachen Wege – günstige Angebot genau dazu führt, dass Wege, die ansonsten mit Rad, Öffis, zu Fuß gemacht worden wären, nunmehr wieder mit dem Auto absolviert werden. Man sieht auch viele der fast 500 Smarts in den inneren Bezirken (also dort wo eine exzellente Infrastrukturausstattung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und City Bikes vorhanden ist) fahren, bzw auf der Onlinekarte oder App stehen.

Die Hoffnung die ich habe ist, dass die Mehrfahrten durch Menschen die angesichts dieser wirklich nicht zu verleugnenden Möglichkeiten von alternativer Fortbewegung auf den Besitz ihres Autos verzichten, mehr als ausgeglichen werden. Schließlich steht ein Auto im Schnitt 23h Tag, und die vielen stehenden sind ein Gutteil des Verkehrsproblemes in Wien. Womit ich wieder beim Titel dieses Beitrages wäre….

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Ursachenforschung bei Verkehrsunfällen https://schindlers.at/2012/11/14/ursachenforschung-bei-verkehrsunfallen/ https://schindlers.at/2012/11/14/ursachenforschung-bei-verkehrsunfallen/#respond Wed, 14 Nov 2012 12:59:26 +0000 http://schindlers.at/?p=3026 Weiterlesen →]]> Vater und Tochter auf Schutzweg angefahren – wien.ORF.at.

In letzter Zeit verstärkt sich mein Eindruck, dass das KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ein wenig die Bodenhaftung verliert. Wie schon bei den RadfahrerInnen. Dort wird aus mehr verletzten und getöteten RadlerInnen plötzlich eine Kampagne gegen Raser (wohlgemerkt nicht die AutofahrerInnen, sondern die Radfahrer sind damit gemeint). Dabei ist wohlbekannt, dass die Radler bei Kollisionen die Opfer sind und die meisten schwerverletzten oder getöteten RadfahrerInnen zur Altersgruppe über 60 Jahre, bzw sogar über 70 gehören. Das typische Unfallopfer am Rad wurde von einem Lkw, Lieferwagen, SUV.. z.b. beim abbiegen niedergemäht.

Im aktuellen Beispiel:
Wieder einmal sind die FussgängerInnen selbst schuld, wenn sie niedergefahren wurden. Nicht über überhöhte Geschwindigkeit, handytelefonieren am Steuer, Unachtsamkeit wird seitens des KFV und des ORF diskutiert, sondern, dass FussgängerInnen auffallendere Kleidung tragen sollen. Kommt jetzt die Verpflichtung zum Tragen von Warnwesten oder Ganzkörperairbags?

Wer es schon vergessen hat. In der Fahrschule haben wir gelernt, dass auf Sicht (bzw halbe Sicht oder Gefahrensicht) gefahren werden muss, und zwar prinzipiell und immer.

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Critical Mass am Freitag https://schindlers.at/2012/09/23/critical-mass-am-freitag/ https://schindlers.at/2012/09/23/critical-mass-am-freitag/#respond Sun, 23 Sep 2012 12:46:33 +0000 http://schindlers.at/?p=2899 Weiterlesen →]]> Total schön war’s wieder im großen Pulk – ohne lästige Autos im Weg zu haben – durch die Stadt zu cruisen. Erstaunlich wie leicht, geschmeidig aber auch flott das geht.

Die nachstehende Karte zeigt nur den Weg bis zum Verteilerkreis Favoriten. Es ging dann noch flott und fast lautlos Richtung Ring zurück. Allein bis zum Verteilerkreis sind es schon 18 km. Ich hab ca 25 km zurückgelegt. Aber vor allem – Fein war’s.

Bis auf wenige AutofahrerInnen die dachten sich da durchschwindeln zu können, hab ich viele positive Raktionen erlebt. Auch von AutofahrerInnen im Stau. Ich hab zunehmend den Eindruck, denen geht das Sitzen in der Blechkiste im Stau auch vermehrt auf die Nerven.

>>> Critical Mass Wien. jeden 3. Freitag im Monat um 16h30 am Schwarzenbergplatz.

>>> Facebook Gruppe

>>> Fotos


Radroute 1846600 – powered by Bikemap ;

Update: Die ganze Route 28 km:


Radroute 1849359 – powered by Bikemap 
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Rechnungshof-Kritik: Zu lasche Umsetzung von Sanierungsplänen – Bahnfahren https://schindlers.at/2012/08/28/rechnungshof-kritik-zu-lasche-umsetzung-von-sanierungsplanen-bahnfahren-derstandard-at-panorama/ https://schindlers.at/2012/08/28/rechnungshof-kritik-zu-lasche-umsetzung-von-sanierungsplanen-bahnfahren-derstandard-at-panorama/#respond Tue, 28 Aug 2012 20:45:14 +0000 http://schindlers.at/?p=2829 Weiterlesen →]]> Rechnungshof-Kritik: Zu lasche Umsetzung von Sanierungsplänen – Bahnfahren – derStandard.at › Panorama.

vielleicht sollten der Rechnungshof bzw der Standard auch dazu sagen, dass Niederösterreich zwar brav die Strecken übernommen hat, aber den Großteil davon gleich eingestellt hat. Aber brav gespart ist worden, vernünftige Verkehrspolitik, Ökologie? Wurscht……

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Das Auto mit anderen teilen https://schindlers.at/2012/08/11/das-auto-mit-anderen-teilen/ https://schindlers.at/2012/08/11/das-auto-mit-anderen-teilen/#respond Sat, 11 Aug 2012 14:58:57 +0000 http://schindlers.at/?p=2772 Weiterlesen →]]> Etwas unengagierter aber sachlich guter Beitrag in der heutigen Presse:

Das Auto mit anderen teilen « DiePresse.com.

Carsharing.at nutze ich schon 20(?) Jahre und kann es nur wärmstens empfehlen. Für die seltenen Male im Jahr wo ich ein Auto für ein paar Stunden brauche (dafür ist es auch günstig) und ab und zu auch für ein paar Tage (v.a. weil ich das Auto zb erst in Graz nehmen kann, und nur die letzten km in die Südsteiermark fahren muss. In diesen Fällen Carsharing obwohl es etwas teurer ist als ein Leihauto, weil ich es bei der Rückfahrt am Bahnhof Graz abstellen kann, wann ich will (unabhängig von Öffnungszeiten).

Mit car2go fang ich persönlich wenig an. Scheint mir hauptsächlich ein Versuch von Mercedes zu sein, Verluste beim Autoverkauf an Private zu kompensieren. Fördert meines Erachtens das Autofahren mehr. Regt an ein Auto zu nutzen, obwohl ich mit Öffis – oder Taxi – auch fahren könnte. Ich hab mich vor Monaten im Web angemeldet, nachdem ich aber seither noch keine Situation hatte, wo ich ein Auto suchen wollte, um in den inneren Bezirken herumzugondeln, hab ich den letzten formalen Anmeldeschritt (dazu müsste ich leiblich in den 3. Bezirk) noch nicht vollzogen.

Neu sind für mich die beiden privaten Carsharing Vermittlungen (privat und privat)
– Autoshare.at und
– carsharing247.com

Interessant gegenüber ganz privatem Ausborgen ist der günstige Vrsicherungsschutz.

Hat damit jemand Erfahrungen? Bitte diese diesfalls hier zu hinterlassen….

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Radlerbashing: Rückkehr zur Verhältnismäßigkeit https://schindlers.at/2012/08/08/radlerbashing-ruckkehr-zur-verhaltnismasigkeit/ https://schindlers.at/2012/08/08/radlerbashing-ruckkehr-zur-verhaltnismasigkeit/#comments Wed, 08 Aug 2012 16:34:49 +0000 http://schindlers.at/?p=2762 Weiterlesen →]]> Eigentlich geht mir diese unverhältnismässige Debatte schwer auf die Nerven und ich wollte es eigentlich beim kopfschüttelnden beobachten belassen….

Aber nachdem mittlerweile sämtliche Parameter der Vernunft verloren zu gehen scheinen, muss ich doch was dazu sagen, sonst platze ich….

Da ersticken unsere Städte im Verkehr, die Unfallzahlen sind – trotz Verbesserung – noch immer viel zu hoch, Feinstaub belastet unsere Lungen (und die unserer Kinder), weil wir die CO 2 Bilanz nicht runterkriegen kostet das ein Menge Geld, das zb unser Bildungssystem but gebrauchen könnte. Kurz wir sollten eigentlich über jede Entwicklung froh sein, die diesen Verkehrswahnsinn (Autowahnsinn hat, glaub ich, Profil vor einigen Wochen geschrieben) wenigstens etwas reduziert. Aber was geschieht: Wir reden nicht über die dutzenden Toten die der Motorisierte Individualverkehr verursacht, und auch nicht vernünftig über die Bedingungen die Radverkehr (und FussgängerInnen und Öffis) brauchen, um einen grösseren Teil übernehmen zu können. Ich denke mir auch immer, dass die AutofahrerInnen eigentlich auch ein egoistisches Interesse an mehr Platz haben müssten. Wir reden auch nicht über Strategien der Verkehrsvermeidung (Stichwort: Stop der Zersiedelung).

Worüber wir reden – und das nicht sehr gesittet – sind teils absurde Ideen wie Nummerntaferlpflicht für RadfahrerInnen, Handyverbot, Kampf den Radrowdys….

Da gilt es aber schon am Teppich zu bleiben, die Verhältnismäßigkeit zu wahren und auch einzufordern. Ein tonnenschweres Auto mit entsprechender Geschwindigkeit ist ein tödliche Gefahr. Die auch konkret in den Unfallzahlen nachzulesen ist. Ein RadfahrerIn gefährdet einmal prinzipiell sich selbst, bzw FussgängerInnen. Vor allem wenn er/sie gezwungen wird, die Resteln des öffentlichen Raumes in tw. abenteuerlicher, unübersichtlicher Form zusammengezwängt zu nutzen.

Und ja, es gibt auch RadfahrerInnen die sich nicht an alle Regeln des StVO halten. Abgesehen davon, dass, wenn ich mich nur 1/2 h zu einer beliebigen Gürtelampel stelle, ich mehr und vor allem mehr Gefährdungspotential durch bei Rot- oder GelbfahrerInnen orten kann. Meiner Beobachtung nach fahren die meisten RadlerInnen am Gehweg weil sie sich davor fürchten an dieser Stelle auf der Fahrbahn zu fahren.

Wie die Radler die Verkehrssituation mit den AutofahrerInnen in Wien erleben, ist in dieser aktuellen Studie des VCÖ nachzulesen. Hier ein Auszug, damit klar ist, wer sich zurecht vor wem fürchtet:

In Wien kämpfen Radfahrende mit einem rauen Verkehrsklima. Nur jeder fünfte Befragte gab an, in Wien von anderen Verkehrsteilnehmenden ausreichend respektiert zu werden. In Vorarlberg erleben hingegen rund die Hälfte der befragten Radlerinnen und Radler andere Verkehrsteilnehmende als rücksichtsvoll. Telefonierende Autofahrer sowie Autos, die Radfahrende zu knapp überholen, sind ebenfalls in Wien am häufigsten. Über 80 Prozent der Befragten werden in Wien von Autofahrern mit zu geringem seitlichem Abstand überholt. In Vorarlberg kennt rund jeder zweite Radfahrende dieses Problem. In Salzburg und Wien wurden über 60 Prozent der Befragten schon einmal von telefonierenden Autofahrern in eine gefährliche Situation gebracht.

Wer sich intensiver mit der Situation (und den Problemen und Hindernissen) des Radverkehrs in Österreich auseinander setzen will, der/dem sei diese Studie im Auftrag des BMVIT nahegelegt.

Hier nur ein Fakt: Der typische Radrowdy ist ja bekanntlich zwischen 20 und 30 und männlich. Der kommt in der Unfallstatistik nicht so oft vor. Der typische getötete Radfahrer ist über 60 oder über 70, jedenfalls aber über 45. In der „Rowdyverdächtigen Personengruppe“ ist das im Untersuchungsjahr nur eine (weibliche) Person.

Interessant die Zusammnehänge und Unfallursachen. Die schweren Unfälle haben praktisch immer KFZ als Beteiligte, die Radwege kommen nicht so gut weg wie man Glauben möchte (vor allem die Einmündungen sind große Gefahrenquellen).

Wir haben keine andere Wahl als den MIV (Motorisierten Individualverkehr) zurückzudrängen und auf menschheits- und umweltverträglichere Verkehrsmittel zu setzen. Da ist der Radverkehr UND der Fussgängerverkehr ein wichtiger Faktor, die es zu fördern gilt.

Darüber sollten wir reden und zwar ohne diese populistische Begleitmusik. Zb über eine Neuverteilung des Strassenaumes. Der gehört nämlich allen.

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Gefährlicher Wahnsinn Auto – Profil Titelgeschichte https://schindlers.at/2012/05/13/gefahrlicher-wahnsinn-auto-profil-titelgeschichte/ https://schindlers.at/2012/05/13/gefahrlicher-wahnsinn-auto-profil-titelgeschichte/#comments Sun, 13 May 2012 17:58:22 +0000 http://schindlers.at/?p=2635 Weiterlesen →]]> Gefährlicher Wahnsinn Auto.

Ich muss mich jetzt zurückhalten. Der Artikel und das dazugehörende Interview mit dem großartig argumentierenden Hermann Knoflacher würden mich reizen alle guten Argumente und „Sager“ (vor allem von Knoflacher) hier aufzuzählen. Aber der Artikel ist online nachzulesen (für die gute Ubersichtsgrafik und das Interview mit Hermann Knoflacher muss man/frau das Profil jedoch käuflich erwerben) und das möchte ich meinen werten LeserInnen ans Herz legen. Hermann Knoflachers Gehzeug ist hier zum nachdenken anzusehen.

Diese Titelgeschichte von Edith Meinhart und Eva Linsinger ist engagiert, analytisch (die Psyche des autofahrenden Volkes) und fundiert.

Das erwähnen einiger – weniger bekannter – Fakten kann ich aber doch nicht lassen:

– 70% des Eisenbahnnetzes stammen aus der Monarchie
– 58% der täglichen Wege erfolgen mit dem Auto (in Wien nur mehr 29% Anm. von mir), jede zweite Strecke ist kürzer als fünf Kilometer, also ideale Fuß- Fahrraddistanz
– langfristig wird sich der Herrschaftsanspruch des Autos nicht aufrecht erhalten lassen. Bereits jetzt leben 5,4 Millionen Menschen in den neun Ballungsräumen in Östereich
– 51% der Einzelhandelsflächen liegen in Gegenden die nur mit dem Auto erreichbar sind (BRD 17%)
– allein die SCS verursacht jährlich 300 Mio Pkw Kilometer pro Jahr
– 174 Mio € (ca 1/5 der Pendlerpauschale) fließt an Menschen mit einem Jahreseinkommen von mehr als 50000€.
– Firmenauto als steuerbegünstigter Gehaltsbestandteil: 2/3 aller neu in Wien angemeldeten Autos sind Firmenautos. Steuerausfall: 600 Mio €/Jahr
– Auto als Melkkuh der Nation: nur 44% der Pkw Verkehrskosten und 36% des LKW Verkehrs sind durch Steuern gedeckt
– drei Millionen Menschen sterben pro Jahr weltweit an den direkten und indirekten Folgen des Verkehrs. In österreich nimmt zwar die Zahl der Unfälle und Toten über das letzte Jahrzehnt ab, die Zahl der Unfälle mit Kindern steigt jedoch
– Biosprit als Alternative: abgesehen von Raumproblemen und Ressourcenverbrauch durch Bau der Pkw, reichen die biospritpotentiale der Erde bereits für den dzt Bedarf nicht aus.
– das Strassenbahnnetz in Wien hatte 1930 318 km, heute ist es 172 km lang (plus 75 U Bahn km)
– Autos stehen bekanntlich 23 h pro Tag. In ganz Wien sind daher 8,4 km² zugeparkt. Das entspricht der Fläche der Bezirke 4-8. Die fehlen für Spielplätze, Schanigärten, Gehwege und Radwege…
– Knolacher rechnet den Platzbedarf aus Kosten für Wohnraum (mehrstöckig) um und kommt auf gerechtfertigte Parkkosten von 800€/Monat
– im 8.Bezirk gibt’s im übrigen den höchsten Anteil von SUV (Sport Utility Vehicle)die alle Normparkplätze im öffentlichen Raum (nicht nur beim schrägparken halb am Gehsteig und Radweg)und in Garagen sprengen. In der Josefstadt gibt’s alles: Straßenbahn, U-Bahn, Autobus, City Bike Stationen, kurze Wege, nur keine Parkplätze
– überhaupt sind fast alle gängigen Automodelle in den letzten Jahren in Breite, Länge und Höhe gewachsen. Aufregung über den Benzinpreis gibts trotz dieser Tendenzen…
Im übrigen: in Bogotá wurde übrigens eine 24 km lange Stadtautobahn in eine Flaniermeile für Fußgänger und Radfahrer umgewandelt.

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