Gehbehinderung – manfred schindler https://schindlers.at Gedanken - Tipps - Politik - Web 2.0 - Lesen - Gesundheit Sun, 14 Oct 2012 13:09:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Radeln trotz Gehbehinderung: Ein Wiener bleibt dank Liege-Trike mobil – Freitritt – der Radblog – Wiener Zeitung Online https://schindlers.at/2012/03/16/radeln-trotz-gehbehinderung-ein-wiener-bleibt-dank-liege-trike-mobil-freitritt-der-radblog-wiener-zeitung-online/ https://schindlers.at/2012/03/16/radeln-trotz-gehbehinderung-ein-wiener-bleibt-dank-liege-trike-mobil-freitritt-der-radblog-wiener-zeitung-online/#respond Fri, 16 Mar 2012 16:14:06 +0000 http://schindlers.at/?p=2540 Weiterlesen →]]> nette Geschichte über mich:

Radeln trotz Gehbehinderung: Ein Wiener bleibt dank Liege-Trike mobil – Freitritt – der Radblog – Wiener Zeitung Online.

Ergänzung vom 17.3.2012
Printversion (gekürzt) siehe hier: http://tinyurl.com/wrztgtrike

p. s. danke für die berührenden Kommentare und Rückmeldungen beim Artikel und die per Mail gekommen sind. Freut mich sehr :-)))))

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Begeistertes Alltagsradeln trotz Handicap | ARGUS – Die Radlobby https://schindlers.at/2011/04/14/begeistertes-alltagsradeln-trotz-handicap-argus-die-radlobby/ https://schindlers.at/2011/04/14/begeistertes-alltagsradeln-trotz-handicap-argus-die-radlobby/#comments Thu, 14 Apr 2011 09:35:50 +0000 http://schindlers.at/?p=2146 Weiterlesen →]]>  

 

Die ARGUS hat einen Bericht über mich und mein Radl geschrieben. In der Printausgabe des Drahtesel und auf der Webite argus.or.at. Mir war das wichtig das Thema Radfahren und Behinderung zu thematisieren. Zu zeigen, dass es auch mit einer schweren (Geh-)Behinderung nicht nur die Optionen Fahrtendienst, Rollstuhl und eigenes (umgebautes) Auto mit eigenem Parkplatz vor der Tür gibt. Sondern dass ich mich auch sanft gleitend mit viel Spass durch die Stadt bewegen kann. Und dass ich damit sogar ein Rehabilitationsgerät noch mein eigen nenne.

Wenn auch noch Fragen zu klären sind (Mitnahme in Zügen der ÖBB ist eine ziemlich offene Baustelle, Unterbringung ist nicht so einfach). Ich bin glücklich mit diesem Riesenstück Mobilität das ich da wiedergewonnen habe.

Und ich finde die Trikehersteller könnten sich ruhig trauen zu dieser Zielgruppe zu stehen und nicht nur die ganz sportlichen, coolen BikerInnen zu bewerben die sich „todesmutig“ die Bobbahnen und ähnliches runterstürzen. Auch Behinderte dürfen Spass haben und müssen nicht auf einem Gefährt unterwegs sein, dem man/frau die Herkunft aus dem Sanitätshaus am ersten Blick ansieht :-))

Besonders danken möchte ich meinem lieben Unterstützer, Mitdenker, flexibel und immer sofort helfend eingreifenden Radspezialisten Michael Ferdiny von der Ciclopia. Von ihm stammen einige der Adaptierungen, die es mir erst möglich machen das Rad zu benutzen. Von ihm krieg ich auch immer sofort Hilfe, wenn eine Panne oder ein technisches Problem auftritt. Eine mit selbstverständlichkeit erbrachte – aber nicht selbstverständliche – Hilfe und Dienstleistung die gerade für einen Menschen mit eingeschränkter Mobilität – der auch auf das Rad angewiesen ist – ein unschätzbares Geschenk ist.

Begeistertes Alltagsradeln trotz Handicap | ARGUS – Die Radlobby.

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Liegetrike für Behinderte und ÖBB https://schindlers.at/2011/03/03/liegetrike-fur-behinderte-und-obb/ https://schindlers.at/2011/03/03/liegetrike-fur-behinderte-und-obb/#comments Thu, 03 Mar 2011 14:30:08 +0000 http://schindlers.at/?p=2087 Weiterlesen →]]> In Wien komme ich ja ganz gut zurande und von A nach B. Manchmal möchte ich halt doch ein bisschen weiter fahren mit meinem Liegetrike, das ich auch deswegen mitnehmen will,  weil ich sonst vor Ort nur ganz schlecht weiterkomme.

Also hab ich ein wenig recherchiert wie es denn aussieht mit Mitnahme meines Gefährtes in den Zügen der ÖBB. Das Moblitätsservice der ÖBB ist in dieser Frage so wie meine Erfahrungen mit den MitarbeiterInnen der ÖBB überhaupt. Sehr nett und zuvorkommend und immer bemüht eine Lösung zu finden.

Die offizielle(!) Linie der ÖBB ist in dieser Frage eher strikt.

– die ÖBB orientieren sich an so etwas wie „Mainstream“ KundInnen. Im Falle von Behinderungen heisst das ein „normaler“ Rollstuhl mit definierten Außenmassen. An diesen werden sowohl die „baulichen“ Massnahmen (v.a. Wagen) als auch die Vorschriften ausgerichtet. In diesem Schema haben auch Zwillingskinderwagen und Scooter für Gehbehinderte keinen Platz. In Wirklichkeit auch keine älteren Menschen die sich nicht mit grösserem Gepäck abschleppen müssen/wollen, weil das Haus/Haus Gepäck“Service“ nur bedingt hilfreich ist.

– bei Fahrrädern wird davon ausgegangen, dass es sich einspurige Fahrräder ohne e-motor und ohne Überlänge handelt. Das Liegetrike stellt trotz der Notwendigkeit für uns für die ÖBB trotzdem kein orthopädisches Hilfsmittel(!!!???) dar.

In der Praxis ist eine Mitnahme unserer Liegedreiräder in folgendem Rahmen möglich:

Zugtypen:

– Doppelstock Wiesel (erkennbar in Fahrplan durch „rollstuhltaugliches WC“) leicht möglich, soferne wir den Bahnsteig erreichen. Dort ist genug Platz zum abstellen.
– Talent: (als  „bedingt rollstuhltauglich“ im Fahrplan bezeichnet), Ein- und Ausstieg auch mit unserem Gefährt möglich
–  in „Wendezügen NICHT (mit dem Liegedreirad kommt man nicht um die Abtrennung im Lagerraum herum)
– Railjet: Fahrradmitnahme grundsätzlich nicht möglich (hier ist angeblich mittelfristig ein Umdenken in Aussicht)
– bei Fernzügen empfiehlt Herr Andel grundsätzlich auf die alten IC zu schauen (durch verstärkten Ankauf von Railjet Auslaufmodell!!!). Erkennbar sind diese im Fahrplan durch den Hinweis „Fahrradmitnahme: Begrenzt möglich“. Das ist ein Hinweis auf einen Gepäckwagen, einen Wagonteil o.ä.

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist, dass bei Defekten von Zügen und Wagons auch ungeplant anderes Zugmaterial eingesetzt werden kann, was die Reise für uns noch weniger planbar macht.

Zugbegleiter:
Probleme: es wird Personal eingespart, das heißt, dass es nicht mehr überall ZugbegleiterInnen gibt. Dort wo Personal vorhanden ist, ist trotzdem in den Vorschriften vorgesehen, dass die Reisenden beim Ver- und Entladen von Gepäck (Rädern) mithelfen müssen. In der Praxis wird sich das bewältigen lassen. Mein Rad hat ca 25 kg und kippt leicht durch die Gepäcktaschen.

Hebebühnen:
Mit diesen darf aufgrund der baulichen Konstruktion aus Sicherheitsgründen auch nur ein Normrollstuhl gehoben werden. Scooter weiß ich jetzt nicht….

Bahnsteige:
Es gibt zwei Typen von Bahnsteigen, die sogenannnten 38er und die relativ neuen 55er benannt nach der Höhe zwischen Schiene und Bahnsteigkante. Dort wo bereits 55er existieren ist der Einstieg in barrierefreie Wagons fast ebenerdig. Bei den 38ern sind zusätzliche 17cm zu überwinden.

Lifte in den Stationen:
Tatsächlich weiss die ÖBB offenbar nicht wie groß die Innenmaße der Lifte sind, die in den Stationen eingebaut sind. Wenn beim Mobilitätsservice jemand anruft, wird dies jeweils im Einzelfall telefonisch recherchiert. Ingomar Tore hat das mit einem ungefähr gleich langem Rad (jetzt müssen wir einmal genau messen und vergleichen) schon erfolgreich in den S Bahn Stationen Floridsdorf und Handelskai versucht. Ging sich dort aber ganz knapp aus. Vielleicht ist das ja doch rauszukriegen. Ich bin davon ausgegangen dass es nur 2 – 3 Typen von Aufzügen gibt, wenn ich also weiss der grössere ist dort, weiss ich dann event. dass sich das ausgeht…..

Datenbank Barrierefreiheit:
Eine solche ist grade in Arbeit und wird von Abt. Infrastruktur der ÖBB im Laufe des Jahres 2011 fertig gestellt und danach öffentlich verfügbar sein. Diese Datenbank wird jedoch KEINE Liftgrösse beinhalten (außer dass der Lift der Önorm B 1600 entspricht). Ich habe hier eine Web 2.0. Lösung (sowas gibt es schon im Bereich der Lifte der Wiener Linien: http://derstandard.at/1293369960836/Barrierefrei-durch-Wien-Plattform-fuer-defekte-Aufzuege-und-Rolltreppen bzw http://ubahnaufzug.at/) vorgeschlagen, wo die Betroffenen ihre Erfahrungen mit der Erreichbarkeit/Benutzbarkeit online eintragen können.

Zusammenfassung:
Die Vorschriften sind sehr strikt und sehen wenig Spielraum vor. In der Praxis zeigt die Erfahrung, dass die ÖBB Bediensteten sich immer sehr bemühen eine Lösung zu finden. Wenn wir allerdings auf einen „Unwilligen“ treffen, oder defekte Wagen ausgetauscht werden, oder Lifte nicht funktionieren usw stehen wir ziemlich blöd da.

Abgesehen davon, daß wir natürlich gerne eine gute Lösung im Sinne von Sicherheit und Planbarkeit hätten,  glaube ich, dass das Problem ganzheitlicher betrachtet werden soll. Nämlich auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten (Zwang für mehrere in Summe gar nicht so kleine Personengruppen Auto oder Flugzeug zu benutzen). Betreffen tut die aktuelle Vorgangsweise jedenfalls außer uns die schon oben erwähnten älteren Menschen, Menschen mit viel Gepäck, Eltern mit Kleinkindern (Zwillingswagen), Gehbehinderte mit E – Scooter (ca 60kg, Bedeutung wird zunehmen)……

nähere offizielle Infos der ÖBB zu diesem Thema:
http://www.oebb.at/de/Reiseplanung/Barrierefreies_Reisen/index.jsp

Edit:
siehe dazu auch die entsprechende Diskussion im Liegeradforum.de

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